Natur & Umwelt

Donaufest Niederalteich 2009

[inspic=728,left,fullscreen,thumb]Stoppt den Kanal, rettet die Donau!

[inspic=735,right,fullscreen,thumb]Wie schon viele Jahre zuvor feierte auch heuer am 21. Mai – dem Christi Himmelfahrtstag – der Bund Naturschutz zusammen mit der Spielvereinigung Niederalteich, dem Landesbund für Vogelschutz, dem Bayerischen Kanuverband und vielen anderen Vereinen, Organisationen und Gruppen das schon traditionelle Donaufest in Niederalteich.


Noch immer ist die Zukunft des praktisch frei fließenden Abschnittes der Donau zwischen Straubing und Vilshofen ungewiss. Die drohende Zerstörung der in diesem Bereich vorkommenden Auwälder mit seinen europaweit wertvollen Biotopen und der damit verbundenen Artenvielfalt durch die Kanalisierung mit Staustufen (u.a.. bei Aicha an der Donau) ist leider lange noch nicht vom Tisch der Landesregierung. Daher lautete auch das Motto des Festes: Stoppt den Kanal, rettet die Donau!



[inspic=731,left,fullscreen,thumb][inspic=732,right,fullscreen,thumb]Schon am frühen Vormittag fanden sich am Dorfanger etliche Besucher an den mit viel Engagement errichteten Aktions- und Infoständen der verschiedenen Naturschutzverbände und Hilfsorganisationen ein, um sich über diverse Projekte zu informieren. Gleich gegenüber der Stände hatte die Spielvereinigung Niederalteich ein Bierzelt samt „Würstelbude“ aufgebaut, sodass auch für das leibliche Wohl der Besucher bestens gesorgt war.

[inspic=739,left,fullscreen,thumb]Am Donauufer – nahe der Fähranlegestelle – hatten die Veranstalter des Donaufestes ein breites Rahmenprogramm zusammengestellt.



[inspic=744,left,fullscreen,thumb][inspic=741,right,fullscreen,thumb]Angeboten wurden unter anderem eine Vogelstimmenwanderung, naturkundliche Führungen in die Donauauen bei Niederalteich, Kutschfahrten in die Gundelau, sowie verschiedenste Kinderaktionen, wie z.B. Basteln mit Naturmaterialien, Biberbabys bestaunen oder Lebewesen der Donau unter dem Mikroskop erforschen.



[inspic=734,right,fullscreen,thumb]Viele Interessierte fanden sich während des Tages u.a. am Stand des BN ein, wo man nicht nur ein Heuschreckenpärchen aus Papua Neuguinea bestaunen konnte, sondern auch ein Feuersalamander, eine Ringelnatter und ein Molch zu sehen war.





[inspic=736,left,fullscreen,thumb][inspic=742,right,fullscreen,thumb]Gegen 14 Uhr füllte sich vor dem Podium zunehmend mehr der Platz, wo einige wortgewaltige Redner erwartet wurden. Über 1000 Besucher erreichten im Laufe des Vormittages mit dem Auto, dem Rad oder per pedes die Veranstaltung. Außerdem nahmen mehr als hundert Kanuten (insgesamt 80 Boote), die vom Bayerischen Kanuverband organisierte Bootswanderfahrt an, von Mariaposching aus nach Niederalteich zu paddeln. Josef Thalhammer hielt als Bürgermeister von Niederalteich die Eröffnungsrede und begrüßte die Anwesenden, Ehrengäste und natürlich die das Fest ausrichtenden Verbände. Ihm folgten Altabt Emmanuel Jungclaussen (Benediktinerabtei Niederaltaich), Max Scharnböck, Vizepräsident des Bayerischen Kanuverbands und Kurt Bayer, stellvertretender Vorsitzender des VCD Bayern.

[inspic=740,right,fullscreen,thumb]Ludwig Sothmann, Vorsitzender des Landesbundes für Vogelschutz, schilderte schließlich eindringlich die Bedeutung der Donauauen als einen unschätzbar wichtigen Lebensbereich für gefährdete Vogelarten und Reptilien und unterstrich mit seinen Worten den schier unersetzlichen Wert dieses Biotops für den Naturschutz. Zudem machte er deutlich mit welch haltlosen Fakten zuständige Behörden und Politiker der Landesregierung FÜR einen Ausbau der Donau seit Jahren argumentieren.



[inspic=738,left,fullscreen,thumb]Als letzter Redner des Tages appelierte Prof. Dr. Hubert Weiger, Vorsitzender des Bundes Naturschutz in Bayern (BN) und des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) an die Anwesenden den Kampf für eine frei fließende Donau nicht aufzugeben. Die Proteste derjenigen, die sich für dieses enorm wichtige Naturschutzprojekt einsetzen, können auf Dauer von den Verantwortlichen der Bayerischen Staatsregierung nicht überhört und ignoriert werden.



Auch über den Tag des Donaufestes hinaus ist es für alle Bürger möglich aktiv etwas gegen den geplanten Ausbau der Donau zwischen Straubing und Vilshofen zu tun: Stimmen sie ab – online – FÜR EINE FREIFLIESSENDE DONAU mit dem Online-Formular auf der Homepage des Bund Naturschutzes Bayern.


Weiterführende Links zum Thema Donauausbau zwischen Straubing und Vilshofen:

Raumordnungsverfahren – Donauausbau zwischen Straubing und Vilshofen
Eine Stellungnahme der Jugendorganisation Bund Naturschutz (JBN) zum geplanten Donauausbau zwischen Straubing und Vilshofen



Impressionen von der „Mühlhamer Schleife“